Predigten

Pfarrer i. R. Dr. Reinhard Gaede

Solange die Erde steht…“ (5.) 20. So. n. Trin. Predigt über Gen. 8, 22

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

 

 Diese  Zusage gibt  Gott am Ende der Sintflutgeschichte Noah und den Menschen. Die Geschichte ist uns gewiss seit unserm Besuch im Kindergottesdienst oder beim Vorlesen aus der Kinderbibel vertraut. Unsere Enkelkinder spielen mit Holzteilen, die sie zur Arche zusammensetzen, da hinein kommen die Tiere, von jeder Art ein Pärchen. Und als Mobile für die Kinder hängt bei uns die Arche mit dem Regenbogen. Eine schöne Geschichte, deren Worte und Bilder über Jahrtausenden eindrücklich geblieben sind.

Unheimlich aber die Geschichte davor: Die Sintflut. Am Anfang war in Gottes Augen noch alles gut, wie der erste Schöpfungsbericht, geschrieben von Priestern in Babylon, sagt.  Gott scheidet Licht und Dunkel, Wasser und Land, schafft den Menschen nach seinem Bild. Das Chaos wird zurückgedrängt. Die Welt erhält den Feiertag, den „שבת, Schabbat“, der zur Schöpfung gehört, den Menschen teilnehmen lässt an der Ruhe Gottes. Dann aber das Unheimliche, nicht Erklärbare. Der Mensch fällt heraus aus der Einheit mit Gott, entfremdet sich seinem Schöpfer, entfremdet sich seinem Mitmenschen, wird schließlich sich selbst fremd, weil er seine Taten nicht verantworten kann. So erzählt der zweite, der ältere Schöpfungsbericht zur Zeit des Königs Salomo. Die Urgeschichte deutet die Geschichte der Menschheit. Der Kirchenvater Augustin spricht über die Geschichte vom Sündenfall mitten im Paradies so über Gott und die Menschen:

“Alles ist dein und ist gut,

weil du, der Gute, es schufst.

Wir aber können nur sündigen:

wenn wir die Ordnung verletzen,

Wenn wir statt Deiner

das von Dir Geschaffne zu lieben begehren.“

Der Mensch gehorcht der Schlange, dem Geschöpf, nicht mehr dem Schöpfer. Er fällt aus der Einheit mit Gott heraus, als er sich selbst zum Zentrum der Welt macht, sein will wie Gott, als er lernen will, Nützliches und Schädliches zu unterscheiden, ohne auf die Weisung Gottes hören zu müssen. Die Reaktion Gottes: Gericht: Vertrieben wird der Mensch aus dem Paradies –  und doch begleitet wird er noch von der Fürsorge Gottes. Von ihm bekommt er seine Kleider. Nun lebt der Mensch  in der zweitbesten Welt. Nicht alles ist mehr gut. Unheimlich das Anwachsen der Bosheit: Der Brudermord des Kain, die Blutrache des Lamech. So deutet die Urgeschichte die Geschichte  der Menschheit. Adam, der Mensch, ist aus Erde geschaffen. Erde heißt im Hebräischen Adamah. Und Eva, die Gefährtin, ihm als Partnerin gegeben, steht für Leben, Weitergabe des Lebens, im Hebräischen Chaiah.

Als aber der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar“, so beginnt die Geschichte von der Sintflut. (1. Mose 6,5) Erinnerung an die größten vorstellbaren Katastrophen der Welt und deren Deutung. Weltweit sind Sagen von größten Flut-Katastrophen verbreitet, mehr als 250, eine der ältesten und bekanntesten ist das Gilgamesch-Epos um 2700 vor Christus. Anders als bei vielen Flutsagen sieht die Urgeschichte den Grund für das Unheil in der Bosheit der Menschen und anders als bei ihnen wird der Zwiespalt nicht im Rat der vielen Götter, sondern in dem Schöpfer selbst gesehen. Gott sieht seinen ursprünglichen Plan der Liebe vereitelt, seine heilige Liebe zurückgestoßen. Der Mensch, das Geschöpf, hat die Verbindung zum Schöpfer verloren. Die Schöpfung, sein Werk, sieht er missraten. Logisch der Beschluss: Das Missratene muss untergehen.

Hier halten wir inne und werfen einen Blick auf die Zeitereignisse. Nicht mit Plan, aber im Zusammenhang mit gebündelter Wirkung, arbeiten Menschen auf die Gefährdung, Verwüstung und das Untergehen von Lebens-Welten hin nach der Devise: Nach uns die Sintflut. Raubbau an der Natur wurde schon in großem Maße in Anti­ke und Mittelalter betrieben. Schlimm wurde das bei der rasant fortschreitenden Industrialisierung und bei dem raschen Wachstums der Weltbevölkerung, noch schlimmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.  Die  Bevölkerung wuchs, damit die industrielle Produktion und der Energiebedarf, gleichzeitig wurden  Gewässer und Luft verschmutzt, trotz einiger Umweltschutzbemühungen ab 1970.  Die Bio­sphäre verarmte. Tier- und Pflanzenarten, teils durch Fang und Jagd ausgerottet, teils  durch Vernichtung ihrer Lebensräume zum Tode verurteilt, starben und sterben in einem Maße aus wie nie zuvor in der Geschichte. Die Bewältigung unserer Umweltkrise wird zu einem zentralen Thema unseres Lebens und Überlebens. Dazu kamen die Gefahren durch atomare Waffen seit der Zerstörung der Städte Hiroshima und Nagasaki im August 1945. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges hatten die USA und die Sowjetunion die Kapazität, sich 60- 40 fach vernichten. Der Ökumenische Rat der Kirchen hat auf seiner Vollversammlung im Februar 2006 in Porto Allegre/ Brasilien die Abschaffung der Atomwaffen gefordert. Die atomare Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 hat ein Gebiet von der Größe Bayerns ganz aus der Schöpfung herausgerissen. Tausende Menschen sind gestorben, viele noch heute erkrankt. Die westfälische Kirche hatte 1986 dazu aufgerufen, auf Techniken zu verzichten, deren Anwendung durch menschliches Versagen zu unüberschaubaren Folgen führen kann.
Mit Besorgnis verfolgten wir die Meldungen, wie sich der Ölkonzern Britisch Petroleum, BP, lange Zeit vergeblich bemühte, die von ihm verursachte Ölpest vor den Küsten der USA zu stoppen. Die Bilder von sterbenden, vom Öl verschmierten Vögeln, die Gesichter verzweifelter Fischer sind eine stumme Anklage. Die Bilder der Ausstellung der Vereinigten Evangelischen Mission, VEM, der  Missions-Gesellschaft unserer westfälischen Kirche, die im Haus der Kirche zu sehen ist, sind ebenfalls bedrängend: Der Klima-Wandel ist deutlich zu sehen, und er wird vom Menschen verursacht mit deutlich sichtbaren Schäden: Der Kilimandscharo verliert seine Gletscher. Der so genannte „weiße Berg“ mit Eis im heißen Land Tansania wird keinen Schnee mehr haben. Dadurch steigen die Durchschnitts-Temperaturen. Fernsehbilder zeigen in der Antarktis Eisbären ebenso wie Eskimos, die sich nicht mehr auf sicherem Eis bewegen können. Eisbären ertrinken, Jäger können nicht mehr jagen. In der Südsee fliehen schon Menschen vor den Folgen der Überflutung ihrer Heimat. Auch tief liegende Staaten wie Bangladesh oder Holland sind bedroht. In den trockenen Gebieten breitet sich Dürre aus, oder aber es kommt zu Überschwemmungen Der Klimawandel trifft Mensch und Natur weltweit in einem Ausmaß, das historisch ohne Beispiel ist. Die Lebensgrundlagen und das Wohlergehen von Millionen Menschen, besonders in den Entwicklungsländern, sind extrem gefährdet. Der Klimawandel ist kein Schicksal; er ist Folge eines Mangels an Verantwortung, eines Mangels an Gerechtigkeit gegenüber den besonders betroffenen Menschen in Entwicklungsländern, den indigenen Völkern, nachfolgenden Generationen und der Schöpfung. Die Bekämpfung des Klimawandels ist der zentrale Prüfstein für eine solidarische Weltgesellschaft; eine Weltgesellschaft, die lernen muss, mit den allen Menschen zur Verfügung stehenden Gemeinschaftsgütern verantwortungsbewusst und gerecht umzugehen.

Die Sintflutgeschichte ist also für uns heute eine aktuelle Geschichte, sie enthält das Wissen: Es kann eine Zerstörung der Erde geben. Doch dann das leuchtende Zeichen: Der Regenbogen. Das Zeichen: Gott hat sich geändert, hat seinen Zorn hinter sich gelassen. Er toleriert den Menschen auch in seiner Bosheit. Er schließt einen neuen Bund mit Noah, und alle Menschen sind einbezogen und ebenso Tiere und die ganze Erde.

Wie Jesus später sagt: Gott lässt „seine Sonne aufgehen über Böse und Gute, lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“. (Matth. 5,45 b) Ein neuer Anfang mit seiner Schöpfung. Seine Geduld gilt allen Menschen. Seine Liebe gilt Israel, seinem auserwählten Volk, durch das er der ganzen Menschheit seine Botschaft kundtun will. Und als sein Volk untreu wird, schickt er immer wieder seine Boten, die Propheten. Zuletzt seinen Sohn, der sein Leben opfert, um die Liebe Gottes zu überbringen. Die Menschen, mit denen Gott seinen Bund schließt, haben alle ihre Fehler und Schwächen: Mose, der den Befreiungszug führen darf, hatte einen der Unterdrücker seines Volkes erschlagen. Sara, die die Mutter des Gottesvolkes werden soll, hatte ungläubig gelacht über die Worte der Verheißung. David, der König nach dem Herzen Gottes, hatte Ehebruch begangen und seinen Nebenbuhler sogar in den Tod schicken lassen. Petrus hatte seinen Freund und Lehrer verleugnet, Judas ihn verraten.

Die Geduld und Treue Gottes hat kein Ende trotz aller Schuld der Menschen.

Gott hat seinen Sinn geändert und will aller Welt das Leben garantieren: Blicken wir auf den ungeheuren Leichtsinn und die Verantwortungslosigkeit in Politik und Wirtschaft, sehen wir, dass Gott ganze Regionen bisher vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Zwischen 1950 und 1980 wurden 32 Unfälle mit US-amerikanischen Kernwaffen bekannt, radioaktive Verseuchung in mehreren Fällen festgestellt. Noch ist die Welt da trotz allen Vernichtungspotentials, das sie hätte schon zerstören können. „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“, hat Gott verheißen. (1. Mose 8,22)  Die chaotischen Elemente der Zerstörung sind immer noch da, aber sie sollen den Bestand der Welt nicht gefährden. Der Rhythmus der Jahreszeiten und der Tage sind ein Hinweiszeichen für die Erhaltung der Welt durch Gottes Güte.

Und der Mensch? Er soll Antwort geben und diesem Bund treu bleiben. Immer wenn die Bibel von  Schöpfung spricht, ist zugleich gesagt, dass Menschen, Pflanzen, Tiere zusammengehören und der Mensch den Auftrag hat, die Erde wie einen Garten „zu bebauen und zu bewahren“ (1. Mose 2, 15). Diese Perspektive der christlichen Tradition brauchen wir heute mehr denn je. Das ökonomisch eng geführte Denken sieht nur den Grad der Verwertung: Wald als Festmeter Holz, Flüsse als Abwässer-Kanäle, Meere als Gelegenheit für Öl-Bohrungen. Aber die Natur ist nicht das Objekt menschlicher Begierde. Nach biblischem Zeugnis sind Menschen, Pflanzen und Tiere Lebewesen der Schöpfung, aufeinander angewiesen. Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung – diese Selbstverpflichtung der ökumenischen Christenheit ist die rechte Antwort auf Gottes Treue unter dem Regenbogen. Die Bibel öffnet uns die Augen für die Schönheit. Schon die Blumenpracht auf einer Landes- oder Bundesgartenschau kann uns die Augen öffnen für die Treue des Schöpfers. Alle Schönheiten der Welt und alle Gaben für die Grundbedürfnisses alles Lebendigen kommen von Gott.

Der Regenbogen erinnert uns an das dreifache Zeugnis der Bibel, wenn wir fragen: Was bedeutet die Natur für uns? Erst wenn uns klar wird, was sie uns bedeutet, wird uns auch klar, dass wir mit allen Kräften sie vor Verwüstung und Zerstörung bewahren müssen.

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s dem andern und eine Nacht tut’s kund der andern.“ (Ps. 19,2.3) Der Psalmist hört die verborgene Stimme, die Stimme im Schweigen. Sie preist die Herrlichkeit Gottes, erzählt von der Ehre des Schöpfers. In alle Länder dringt die Kunde der göttlichen Weltordnung als eine Richtschnur; die Bahnen der Himmels­körper, der Wechsel von Tag und Nacht sind sprechend für diese Ordnung, aufrufend zum Lob des Schöpfers. Nicht stumm ist die Materie. Der Gang der Sonne spiegelt Situationen menschlicher Lebensfreude, so belebend wie sie ist. Wir sollen die Schönheit der Schöpfung bemerken, Ehrfurcht vor dem Leben empfinden und eben darin den Schöpfer loben. Das Lob Gottes zieht in die Dankbarkeit über die Gabe des Lebens in die Freude am Leben.

Und doch gibt es Tragik und Traurigkeit. Davon spricht der Apostel: “ Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit – ohne deren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, –  doch auf Hoffnung; denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt.“(Römer 8,19-22) Mensch und alle Kreaturen sind miteinander verbunden zur Gemeinschaft der Hoffnung, aber auch zur Gemeinschaft des Leidens. Das Gesetz der Endlichkeit und des Verge­hens ist wie eine schwermütige Melodie. Neben jubelndem Leben stummer Tod. „Das Gras ver­dorrt, die Blume verwelkt.“ Ewigkeit hat allein Gott und sein Wort. (Js. 40,8) Und doch preist Jesus die Lilien auch dem Feld und sagt: Nicht einmal Salomo in aller seiner Herrlichkeit war gekleidet wie sie. (Matth. 6,29) So sind die Blumen Symbole für beides: Für die Vergänglichkeit und Herrlichkeit des Lebens in der Schöpfung. Es gibt Grenzen des Geschöpfes, das zwischen Angst und Mut auf seinen Schöpfer angewiesen bleibt. In ihrem Seufzen wartet die Kreatur auf die Erlösung des von ihr entfremdeten Menschen, wartet mit dem Menschen auf Erlösung von dem Gesetz der Vergänglichkeit.

Die Erlösung wird Mensch und Natur betreffen, den ganzen Kosmos. Davon spricht der Prophet: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr… Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall… und auf beiden Seiten des Stromes Holz des Lebens, das trägt zwölfmal Früchte, jeden Monat bringt es seine Frucht, und die Blätter des Holzes dienten zur Heilung der Völker.“ (Offb. 21,1; 22, 1-2)  Mensch und Natur werden von Vergänglichkeit und Verderbtheit erlöst. Die durch die Sünde des Menschen verderbte Schöpfung ist nun durch die neue Schöpfung überboten. Das Meer, Symbol des Chaos, hat aufgehört zu sein. An Stelle der bösen Stadt tritt die heilige ewige Gottesstadt. Sie bringt den Himmel auf die Erde. In ihr erlöst Gott von Tod und Schmerz. Die ursprüngliche Herrlichkeit der Schöpfung strahlt auf: Kristallklares Wasser, Fülle der Früchte für alle Zeit, heilende Blätter. Die Erlösung zeigt eine Heilung der verdorbenen und zerstörten Natur und lässt die neue Schöpfung Quelle der Heilung für den Menschen sein.

Weil im Kommen Christi das Reich Gottes beginnt, sprechen die Geschichten über Jesus von einer Teilnahme der Schöpfungselemente und Kreaturen an seinem Weg. Löwen und Schafe, Kinder und Schlangen sieht der Prophet Jesaja in Frieden beieinander wohnen. (Jes. 11,6-9; 65,25) Engel und Sterne, Menschen und Tiere – so sieht es der Evangelist – sind bei dem Kind. (Luk. 21-20) Die Erde erbebt, als Jesus stirbt. (Matth. 27, 51) Sie erbebt wieder, als Christus aufersteht. (Matth. 28,2) Die Sonne verfinstert sich, als er seine Augen schließt. (Matth. 27,45) Sie geht auf, als er aus dem Grab steigt. (Mk. 16,2) Erlösung ist Erlösung der Welt nicht nur des Menschen, Und jetzt in den Sakramenten werden Gaben der Schöpfung Brot und Wein, Wasser und Licht Träger erlösender Kraft, Wahrzeichen der Erlösung.

Was bedeutet die Natur für uns? Warum sollen wir sie bewahren? Wenn wir Gott in seinem Wort hören, hören wir auch wieder seine Schöpfung reden. Sie wird von der Herrlichkeit des Schöpfers erzählen. Sie wird mit uns seufzen unter dem Gesetz der Vergänglichkeit. Sie wird reden von der unzerstörbaren Hoffnung auf seine Erlösung und von unserm Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Amen

* Gottesdienst am 4.7.2010,  Petri-Kirche, Herford  im Rahmen der Veranstaltungen zur Ausstellung „Klima der Gerechtigkeit“